Psyche - Macht der Gedanken
Einfluss der Psyche auf das Immunsystem
Der amerikanische Psychologieprofessor Mihaly Csikszentmihalyi erforscht die schicksalsformende Macht menschlichen Denkens und kam zu der Erkenntnis:
Alles was wir erleben, wird im Bewusstsein als Information dargestellt. Wenn wir diese Informationsdarstellung kontrollieren, können wir beeinflussen, wie wir uns fühlen. Denn die Freude am Leben hängt letztlich davon ab, wie der Verstand filtert und deutet. Ein Mensch kann sich glücklich oder unglücklich machen. Immer wieder begegnen uns Menschen, die schwierige Situationen bewältigen, weil sie die Kraft des Denkens positiv verwenden und nicht unnütz mit Resignation verschwenden. Lance Armstrong ist der lebende Beweis.
Oder so wie es Louise L. Hay in ihrem Buch ausdrückt: “Die Gedanken, die wir uns auswählen, sind die Werkzeuge, mit denen wir die Leinwand unseres Lebens bemalen.“ Denn was vielen Menschen nicht bewusst ist, wir steuern unser Leben und innere Kapitulation macht uns handlungsunfähig!
„Das hab ich mir fast gedacht“. Haben Sie diesen Wortschatz auch ab und zu in Verwendung? – Denken Sie mal darüber nach, wenden Sie diesen mit negativen Ereignissen an? Oder schaffen Sie es auch mit positiven? Die Gedanken sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Denn die Gedanken die wir denken erzeugen unsere Gefühle. Und wir können selber dazu beitragen, gute Gefühle zu haben.
Übrigens: dass die Gedanken viel Macht über uns haben, wird uns vielleicht bewusster, wenn wir an unsere Kindheit zurück denken. Man hat etwas angestellt und war zu feige dafür gerade zu stehen….und die Vorstellung bzw. der Gedanke daran, entdeckt zu werden, löste eigenartige körperliche Symptome aus: Zittern, mulmiges Gefühl in der Bauchgegend, kreidebleich oder hochrot im Gesicht… Unser Körper reagiert auf unsere Gedanken – dies muss aber nicht immer äußerlich sichtbar sein.
Sicherlich ist es besser, Probleme zu bereinigen um keine negativen Gedanken mehr daran zu verschwenden. Und gestehen Sie ruhig auch Verfehlungen ein und sehen Sie diese dann als wichtigen Lernprozess. Niemand ist perfekt! Und das Eingestehen von Fehlern zeigt von wahrer Größe!
Oftmals ist es aber nicht möglich die Situation zu ändern – jedoch sehr wohl - die Einstellung dazu!
Reales Beispiel dafür ist Lance Amstrong: Seine Diagnose war niederschmetternd: Hodenkrebs mit Metastasen in Lunge und Hirn!!! Ärzte räumten dem 25-jährigen Amerikaner eine Überlebenschance von drei Prozent ein! Doch er nahm den Kampf auf, unterzog sich den stärksten Chemotherapien. Sie zerstörten seinen Körper, aber auch den Krebs. Das Wunder geschah: Er wurde nicht nur gesund, er gewann später 7 Mal in Folge (das letzte Mal 2005) sogar das schwerste Radrennen der Welt, die Tour de France.
Sein Geheimnis: „Meine Wiedergeburt ist das Ergebnis unbändigen Lebenswillen. Der Krebs hat Energien in mir geweckt, die ich nicht in mir vermutete“.
Genau diese positive Einstellung hat ihn gerettet. Für die US-Forscherin Margaret Kemeny ist Amstrong kein Einzelfall. Schon lange untersucht sie die unglaubliche Macht des Gehirns. Und sie weiß heute: Optimisten leben nicht nur länger, sie haben auch die Kraft, die schwierigsten Lebenssituationen und sogar Krankheiten zu bewältigen. Denn: „Es ist allein die Macht des Gehirns, die unseren Körper heilt“, sagt Kemeny. Diese spannende Entdeckung verdanken wir einem relativ neuen Forschungszweig – der Psychoneuroimmunologie. Wissenschaftler stellten fest: Unser Gehirn ist in der Lage, Stoffe zu produzieren, die sonst nur in hochpotenten Medikamenten vorkommen!
Der US-Neurologe Prof. Robert Ornstein meint:
„Unser Gehirn ist die mit Abstand beste Apotheke der Welt!“
Wissenschaftler haben auch untersucht, wie der Einfluss der Psyche auf das Immunsystem eigentlich zustande kommt. Prof. Manfred Schedlowski von der Universität Essen ist von der Macht der positiven Gedanken auf den Körper überzeugt. In seinem Institut arbeiten Forscher daran, diesen Einfluss trickreich zu nutzen, um das Immunsystem gezielt zu steuern, „Man weiß heute, dass sowohl die Bewegung der Immunzellen im Körper als auch die Funktion dieser Zellen nachhaltig durch Botenstoffe und durch Hormone beeinflusst werden. Und das ist der Weg, über den psychische Prozesse wie beispielsweise Stress, Freude oder Ärger unser körpereigenes Abwehrsystem erreichen.“
Bin bei meiner Recherche noch auf zwei Artikel gestoßen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Es bestätigt wieder die Macht der Gedanken.
Wie das Gehirn Rheuma auslöst Wie gut Gehirn und Immunsystem kooperieren, zeigt eine Untersuchung des Center for Neuroscience (Colorado). Dringt ein Virus in den Körper ein, signalisieren so genannte Cytokine (Moleküle) dem Gehirn: Gefahr im Verzug. Der Hypothalamus löst dann Symptome wie Entzündungen und Fieber aus. Jetzt hat man entdeckt: Negative Gefühle und Stress können direkt die Produktion von Cytokinen stimulieren. Und dadurch werden übers Gehirn Rheuma und Arthritis ausgelöst.
Wie das Gehirn Krebs stoppt Verblüffend: In Studien der Uni Bonn wurden jetzt Nervenfasern in Tumorgewebe nachgewiesen. Krebszellen stehen also in direkter Verbindung zum Gehirn. Eine sensationelle Entdeckung, die erstmals erklärt, warum unsere Gedanken tatsächlich Einfluss auf Tumorrückbildungen haben können. Und warum der unerschütterliche Glaube an Genesung so enorm wichtig ist.
Wie kann ich meine Psyche stärken?
Lebenseinstellung: Die Bejahung des eigenen Lebens, des eigenen Glücks und Wachstums tragen dazu wesentlich bei! Schenken Sie sich ruhig auch mal ein Lob, denn unsere Worte spiegeln unsere geistige Einstellung. Es gibt nichts Wichtigeres als sich selbst zu achten und zu lieben.
Genaue Zieldefinition: Was möchte ich wirklich? Diese Frage sollte man sich des öfteren stellen. Und es ist auch viel einfacher, dem Zuhörer zu sagen was wir möchten, als in langen Sätzen zu erklären was wir nicht möchten. Der direkte Weg – ehrlich, zeitsparend und wahrscheinlich meist mit weniger Komplikationen verbunden…
Positive Affirmation: Vielen Menschen fällt es schwer, selbst Wünsche positiv zu formulieren, doch positive Formulierungen vereinfachen unser Leben. Obwohl wir bewusst nur einen sehr kleinen Teil der Information aufnehmen können, die die Welt uns anbietet, nehmen wir viel mehr wahr und reagieren darauf, ohne uns dessen bewusst zu sein. Unser Unterbewusstsein arbeitet immer auf Hochtouren!
Louise L.Hay erzählt in ihrem Buch Wahre Kraft kommt von Innen folgendes: Als bei ihr Krebs diagnostiziert wurde, beschloss sie, mit dem negativen Gerede aufzuhören. Sie stellte dabei mit entsetzten fest, dass sie eigentlich gar nichts mehr zu sagen hatte, aber entdeckte schließlich andere Möglichkeiten ein Gespräch zu führen. Niemals ist es zu spät, sein Leben bewusster in die Hand zu nehmen und alte Gewohnheiten zu brechen.
Veränderungen positiv nützen: Wenn wir unsere Probleme und Krankheiten als Chancen nützen, darüber nach zu denken, wie wir unser Leben ändern können, so sind wir wieder einen Schritt weiter.
Umgang mit anderen Menschen: Bei niemandem läuft das Leben immer positiv, jeder hat im Leben sein Päckchen zu tragen. Freue dich über den Erfolg anderer Menschen und gönne es ihnen.
Und ein höffliches Bitte und Danke kann manchmal fast Berge versetzen. Behandle andere Menschen einfach so, wie du selber behandelt werden möchtest. Ein sanfter Gesichtsausdruck und ein Lächeln in deiner Stimme bringt Wärme in die Herzen anderer!
Humor: Lassen Sie sich mal richtig durchschütteln vor Lachen, denn Lachen tut gut! „Der Durchschnittsmensch lacht ca. 20mal am Tag. Kinder in der Regel zehnmal mehr. Depressive Menschen lachen kaum. Lachen hat aber eine positive Wirkung: Es trainiert Herz, Lunge, Zwerchfell und andere lebenswichtige Organe. Lachen ist nichts anderes als forciertes Atmen. Die Zwerchfell- und Rippenmuskulatur zieht sich zusammen. Durch den dadurch entstehenden Luftdruck strömt Luft nach oben, die Kehlkopfmuskeln öffnen und schließen sich, dann reagiert die Muskulatur um die Mundwinkel, der Augenringmuskel und so mancher stößt dabei noch merkwürdige Laute aus. „Kurzum: Lachen macht locker und frei und hält jung, indem es die Muskelspannung herabsetzt. Schlussendlich hat das Immunsystem auch etwas davon. Also: Öfter mal ins Kabarett oder in einen Lustfilm als vor dem Fernseher mit seinen meist negativen Tagesmeldungen ausharren.“
