Haare - Haarausfall
Wie kann ich mein Haarwachstum unterstützen?
Unsere Haare:
Überall am menschlichen Körper wachsen Flaumhärchen oder Haare. Ausgenommen sind nur die Handflächen, Fußsohlen und Lippen. Haare bestehen wie Nägel aus totem Keratin-Gewebe. Sie werden in röhrenartigen Einbuchtungen der Haut - Haarfollikeln - gebildet. Jeweils eine Talgdrüse, die in einem Haarfollikel mündet, hält das Haar durch Einfettung geschmeidig. Wer friert oder Angst hat, dem „stehen die Haare zu Berge" - so, wie unsere frühen Vorfahren bei Gefahr ihren Pelz gesträubt haben. Schuld daran sind die Muskeln unterhalb der Haarfollikel, die bei Angst oder Kälte durch ihr Zusammenziehen eine "Gänsehaut" erzeugen. Jeder Mensch besitzt ungefähr 5 Millionen Haarbalgdrüsen - davon nur etwa 120.000 auf dem Kopf. Unser Kopfhaar wächst etwa 1,20 Zentimeter im Monat. Das Schneiden der Haare hat keinen Einfluss auf die Wachstumsgeschwindigkeit. Den natürlichen Haarausfall von ca. 50 bis 100 Haare pro Tag wird ständig neu ersetzt.
Warum werden unsere Haare weiß?
Ergrauen, beziehungsweise Weiß werden der Haare, ist ein typisches Zeichen des physiologischen Alterungsprozesses des Menschen. Die Haare werden eigentlich nicht grau, sondern weiß. Die graue Farbe ist ein optischer Effekt durch das gleichzeitige Vorhandensein pigmentierter und depigmentierter Haare. Das Nachlassen der Funktion der pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) führt zu einem zunehmenden Pigmentverlust des Haarschaftes. Diese Erscheinungen können an einem einzelnen Haar beobachtet werden. Während an der Haarspitze die Haarfarbe noch normal ist, nimmt die Pigmentierung entlang des Schaftes ab, bis das Haar kein Pigment mehr enthält. Die weiße Farbe des Haares resultiert aus der Eigenfarbe des Haarkeratins und der Reflexion des Lichtes.
Im Alter von 50 Jahren sind bei etwa 50 % der Menschen 50 % weiße Haare sichtbar. Bei Schwarzen setzt das Ergrauen erst mit Mitte Vierzig ein. Barthaare werden üblicherweise noch vor den Haaren des Kopfes und vor den Körperhaaren weiß. Am Kopf sind zunächst meist die Schläfen betroffen.
Von frühzeitigem Ergrauen spricht man, wenn Kaukasier vor dem 20. Lebensjahr und Schwarze vor dem 30. Lebensjahr weiße Haare entwickeln. Vermutet wird ein autosomal dominanter Erbgang mit unterschiedlicher Expressivität (Ausprägung). Frühzeitiges und rasches Ergrauen können bei schweren Krankheiten wie nach schwerem Fieber vorkommen. Zudem sollte man an die relativ häufig vorkommende perniziöse Anämie, eine spezielle Form der "Blutarmut", an andere Autoimmun-Hormonerkrankungen, einen Vitamin A-Mangel, an Eisenmangelanämien und an andere Erkrankungen denken. Vorzeitiges Ergrauen kann auch ein Teilsymptom seltener Syndrome sein.
Haarausfall
Besonders bei den Männern ist der Anlagebedingte Haarausfall (Alopecia Androgenetica - ACA) ein nicht übersehbares Zeichen für das Altern. Es beginnt meist mit einer Ausbildung von "Geheimratsecken" danach und kommt es zu einer Haarlichtung im oberen Hinterkopfbereich, bis es schließlich durch Zusammenlaufen der Lichtung von der Stirn und vom Hinterkopf zur Entstehung der typischen "Glatze" kommt. Die Haare im unteren Schläfenbereich und am unteren Hinterkopf bleiben erhalten. Abweichend hiervon kann sich die Haarlichtung aber auch alleine vom Hinterkopf oder vom Stirnansatz her ausbreiten, in der Abbildung dargestellt durch die Pfeile oben und unten. Letztendlich kommt es jedoch auch nach diesen Verläufen zur Ausbildung der typischen "Vollglatze"
Die Hamilton-Norwood-Skala
Der anlagebedingte Haarausfall folgt bei etwa 80% der Männer dem typischen männlichen Geheimratsecken-Lichtungsmuster, das von Hamilton und Norwood klassifiziert wurde (Abbildung 1).
Etwa 20% der Männer bekommen jedoch ein "weibliches" Mittelscheitel-Lichtungsmuster, wie es Ludwig als typisch für Frauen beschrieben hat. Hierbei kommt es vom Bereich des Mittelscheitels ausgehend zu einer fortschreitenden Ausdünnung des Haares.
Anti-Aging / Wie kann ich mein Haarwachstum unterstützen?
1) Regelmäßige Kopfhautmassage fördert die Durchblutung und begünstigt so den Nährstofftransport zu den Zellen.
2) Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung „Eiweißmangel kann auch ein vorzeitiges Altern und Ergrauen der Haare verursachen.“
3) Sport und Bewegung und viel frische Luft
4) Stress meiden und Entspannung gönnen
5) Die Einnahme der Produkte Lecithin und Säure Basen Kapseln kann sich positiv auf den Haarwuchs auswirken.
