Wirbelsäule - Bandscheiben
Prävention für die Bandscheiben
Anti-Aging / Prävention für die Wirbelsäule
Richtiges Heben
Durch falsches Heben treten immer wieder starke Wirbelsäulenbeschwerden auf. Durch bestimmte Hebetechniken, kann man die Wirbelsäulenbelastung möglichst minimieren.
Die Wirbelsäulenstellung beim Heben sollte ungefähr jener des aufrechten Stehens entsprechen. Das Becken ist leicht nach vorn gekippt, die Lendenwirbelsäule ist gerade. Beim Anheben der Last sollten die Knie gebeugt und der Oberkörper möglichst aufrecht sein.
Beim Tragen wird die Last nahe am Körper getragen. Sperrige Lasten sollten mit einem Tragegurt transportiert werden.
Richtiges Arbeiten:
Bei Arbeiten im Stehen wie Bügeln, Staubsaugen oder Abwaschen entstehen Wirbelsäulenbelastungen dadurch, dass der Oberkörper nach vorn geneigt wird. Diese Vorlage des Oberkörpers nach vorn wird von der Rückenmuskulatur gehalten. Dadurch erfolgt ein Druck auf die Wirbelsäule, der bei längerem Arbeiten zu Verspannungen und Schmerzen führt.
Anpassung der Arbeitshöhe und die Veränderung der Becken-Kreuz Stellung. Wird ein Knie leicht gebeugt oder der Fuß auf eine Unterlage (Fußbank) gestellt, kippt das Becken etwas zurück, die Hohlkreuzstellung wird flacher und die Bandscheiben entlastet.
Beim Sitzen wird die Wirbelsäule viel stärker belastet als beim Stehen oder Gehen. Die Rückenmuskulatur wird einseitig belastet, so dass es zu Verkrampfungen und Verspannungen und Muskelschmerzen kommt. Wichtig ist deshalb immer aufrecht zu sitzen und so oft wie möglich aufzustehen, sich bewegen und strecken.
Bandscheiben
Der Mensch besitzt 23 Bandscheiben, die jeweils zwischen zwei Wirbelkörpern liegen.
Die Bandscheiben sind sozusagen die Stoßdämpfer der Wirbelsäule und sorgen für Beweglichkeit. Nur der regelmäßige Wechsel von Be- und Entlastung gewährleistet eine gesunde und funktionsfähige Bandscheibe, denn diese wird durch Druck und Zug genährt, da sie selber keine Blutgefäße besitzt. Der Flüssigkeitsaustausch läuft in erster Linie aus den benachbarten Wirbeln durch Diffusion
Eine intakte beziehungsweise gesunde Bandscheibe hat in ihrem Zentrum einen festen, prall-elastischen Gallertkern (Nucleus pulposus) der von einem festen Ringsystem aus Faserknorpel und Bindegewebe (Anulus fibrosus) umgeben und gehalten wird.
Der Gallertkern der Bandscheibe ist von besonderer Bedeutung, weil er den Druck, der auf den Bandscheiben lastet, aufnimmt und verteilt. Er kann sich innerhalb der Bandscheibe je nach Beugung und Streckung der Wirbelsäule geringfügig nach hinten oder vorne verschieben.
Zu lange oder zu einseitige Belastungen beeinträchtigen den Stoffwechsel der Bandscheibe, es kommt zur „Unterernährung“. Der Alterungsprozess hat ebenfalls weit reichende Folgen:
• Der Faserring wird brüchig
• Gefahr eines Bandscheibenvorfalls nimmt zu
• Die Bandscheibe wird weich, im weiteren Verlauf schrumpft sie
• Die Pufferfunktion lässt nach
Anti-Aging / Prävention für die Bandscheiben
Überbelastung und Fehlbelastung vermeiden; siehe Wirbelsäule
Gezielter Muskelaufbau entlastet die Wirbelsäule und somit die Bandscheiben!
Bei längeren Autofahrten (nach ca. 1,5 Std.) unbedingt Pausen einlegen und die Wirbelsäule mobilisieren bzw. Bandscheiben durch Bewegung „nähren“!
